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Besuch in Bornstedt

22. November 2014

Der Bornstedter Friedhof, gleich hinter dem Schloss Sanssouci gelegen, gilt als einer der schönster in der Umgebung von Berlin. Der große Wanderer und Schriftsteller Theodor Fontane bezeichnete ihn als “Rückwand von Sanssouci” und formulierte treffend:  “Was in Sanssouci stirbt, wird in Bornstedt begraben.”

Der Schriftsteller spielt auf die zahlreichen dort bestatteten Generäle, Offiziere, Kammerherren und Kammerdiener, Gartenarchitekten, Geheimen Räte, Hofärzte und Hofbaumeister an.

Wunderschön angelegt  und gut gepflegt ist der Kirchhof. Wir starten an der Kirche, die 1842-43 auf Wunsch König Friedrich Wilhelm IV. von Friedrich Ludwig Persius (auch er liegt auf dem Friedhof) mit einem freistehenden Campanile in italienischem Stil ergänzt wurde. August Stüler und Reinhold Persius brachten nacheinander die Bornstedter Kirche bis 1881/82 in den heute noch erhaltenen Zustand.

Im Innern ließ der kunstfeindliche Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. den Freiherrn Jakob Paul Gundling (1673-1731), Präsident der Königlichen Akademie der Wissenschaften zu Berlin, in einem Fass begraben. Die Kronprinzenloge erinnert an Kronprinz Friedrich Wilhelm, den “99-Tage-Kaiser”, der das gegenüberliegende Krongut Bornstedt mit seiner Frau Viktoria bewohnte.

Auf den fünf Teilen des Bornstedter Friedhofs ruhen mehr als 500 einst bedeutende Persönlichkeiten. Fontane beschrieb auch das Grab des 1690 in Neuwied geborenen Heinrich Wilhelm Wagenführer, der sich sein Brot zunächst als einer der “Langen Kerls” im Leibbataillon des Soldatenkönigs verdiente, später war er ein erfolgreicher Weinhändler. Wenige Schritte weiter gelangen wir auf den Familienfriedhof der Sellos, der, wie Fontane schreibt “Hofgärtner in Bataillonen” vereint. Dort ruht auch der Garten- und Landschaftsgestalter Peter Joseph Lenné (1789-1886), Schöpfer von mehr als 50 Parkanlagen, unter einem schlichten Marmorkreuz.

Mittlerweile hlefen Sponsoren und Einzelspender, wie die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, bei der Restaurierung der wertvollen Grabanlagen. Ein Spaziergang in die Geschichte………

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Bei Bearbeitungsgebühren nicht abwimmeln lassen

19. November 2014

Bankkunden können ungerechtfertigte Bearbeitungsentgelte bei Verbraucherkrediten bis zu zehn Jahre rückwirkend zurückfordern. Doch einige Banken sperren sich. Die Verbraucherzentrale empfiehlt Verbrauchern, die ablehnende Bescheide von ihrer Bank oder Sparkasse erhalten haben, die Ombudsstelle einzuschalten. Damit wird die drohende Verjährung der Ansprüche gehemmt.

Viele Verbraucher haben nach den BGH-Urteilen vom 28. Oktober ihr Kreditinstitut angeschrieben und aufgefordert, das seinerzeit in Rechnung gestellte Bearbeitungsentgelt zu erstatten. Doch einige Kreditinstitute weisen die Forderung zurück oder antworten nicht innerhalb der vom Verbraucher gesetzten Frist auf das Schreiben.

Verbraucherzentrale rät: Ombudsstelle einschalten

„Damit Verbraucher auf der sicheren Seite sind, sollten sie bei ablehnendem Bescheid verjährungshemmende Maßnahmen ergreifen“, so Finanzexperte Erk Schaarschmidt von der Verbraucherzentrale Brandenburg. „Dazu schicken Betroffene eine Beschwerde nebst  Kopien ihrer Unterlagen per Einwurfeinschreiben oder Einschreiben mit Rückschein an den Ombudsmann der betreffenden Bank. Das Schlichtungsverfahren ist für Verbraucher kostenfrei.“

Je nach Verbandszugehörigkeit der betreffenden Bank gelten für Kunden folgende Schlichteradressen:

Privatbanken:

Kundenbeschwerdestelle beim Bundesverband deutscher Banken, Postfach 040307, 10062 Berlin
http://bankenverband.de/service/beschwerdestelle

Sparkassen und Landesbanken:

Deutscher Sparkassen- und Giroverband e.V., Schlichtungsstelle, Charlottenstraße 47, 10117 Berlin
http://www.dsgv.de/de/ueber-uns/schlichtungsstelle/schlichtungsstelle.html

Volks- und Raiffeisenbanken, Spardabank:

Kundenbeschwerdestelle beim Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, Schellingstraße 4, 10785 Berlin
http://www.bvr.de/Service/Kundenbeschwerdestelle

Öffentliche Banken:

Kundenbeschwerdestelle beim Bundesverband öffentlicher Banken, Postfach 110272, 10832 Berlin
http://www.voeb.de/de/verband/ombudsmann

Für Kunden, deren Bank keinem der oben genannten Verbände angehört, ist zuständig:

Kundenbeschwerdestelle bei der Deutschen Bundesbank, Postfach 111232, 60047 Frankfurt/M.
http://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Standardartikel/Service/Schlichtungsstelle/beschwerdeverfahren.html

Wer sich bezüglich des richtigen Schlichters unsicher ist, kann die Adresse bei seinem Kreditinstitut erfahren. Dieses ist zur Auskunft verpflichtet.
Die Adresse der zuständigen Ombudsstelle findet sich auch auf der Homepage der Bank oder im Kleingedruckten neuerer Verträge.

Tipp: Wer seine Bearbeitungsentgelte bislang nicht zurückgefordert hat, kann den Musterbrief der Verbraucherzentrale verwenden, der unter  www.vzb.de/bearbeitungsgebuehr zum Download bereit steht.

Wer individuellen Rat benötigt, kann sich persönlich beraten lassen: In den Verbraucherberatungsstellen, Vereinbarung persönlicher Beratungstermine am landesweiten Termintelefon unter 0331 / 98 22 999 5 (Mo bis Fr, 9 bis 18 Uhr) oder online unter www.vzb.de/termine sowie per E-Mailberatung auf www.vzb.de/emailberatung.

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Wenn die Partnerbörse Herzklopfen auslöst…

17. November 2014

Partnerbörsen im Internet: Beim Europäischen Verbraucherzentrum (EVZ) Deutschland nehmen Beschwerden aus dem EU-Ausland über unseriöse Geschäftspraktiken zu.
Kehl – Wer über eine Internet-Partnerbörse nach einer verwandten Seele sucht, möchte natürlich Herzklopfen erleben, aber nicht wegen Ärger und Stress! Immer häufiger beschweren sich Kunden aus Österreich, Frankreich und anderen EU-Staaten. Hintergrund: Manche Anbieter setzen sich gezielt über Urteile hinweg, in denen hiesige Landgerichte unseriöse Geschäftspraktiken untersagt haben. Hierbei geht es vor allem um den Verbraucherschutz bezüglich der Kündigungs- und Widerrufsrechte. Das Argument solcher Partnerbörsen: Weil man gegen die Gerichtsentscheidung Rechtsmittel eingelegt hat, sei das Urteil noch nicht rechtskräftig – und so lange dürfe man auch Kunden unter Druck setzen.
Tatsächlich ist das Geschäftsgebaren mancher Online-Partnerbörse alles andere als kundenfreundlich und fair: Häufig geht es nur darum, die geköderten Opfer möglichst lange zur Kasse zu bitten: Beispielsweise werden Kündigungen nur in Schriftform mit Unterschrift, also per Brief oder Fax akzeptiert, während aber die Anmeldung ausschließlich elektronisch und online möglich ist. Warum man sich nur online anmelden, nicht aber online kündigen darf, verstehen noch nicht einmal die Gerichte. Im Oktober dieses Jahres bestätigte das Oberlandesgericht München (29 U 857/14) ein entsprechendes Urteil der Vorinstanz.
Kundenfeindlich verhalten sich manche Partnerbörsen aber auch, wenn ein Abonnement gekündigt werden soll. So widerrief ein Verbraucher fristgemäß nach acht Tagen den Jahresvertrag. Trotzdem wurden satte 75 % des Jahresbeitrags als so genannter „Wertersatz“ gefordert. Begründung: Nicht die Vertragsdauer, sondern die Anzahl der vermittelten Kontakte sei ausschlaggebend. Und die garantierte Anzahl solcher Kontaktvermittlungen sei in diesen acht Tagen ausgeschöpft worden. Auch das hält das Landgericht Hamburg (406 HKO 66/14) für rechtswidrig.
Konfrontiert mit den Gerichtsurteilen teilen die Betreiber der Partnerbörsen dreist mit, dass sie diese Gerichtsurteile für verfehlt halten. Gleichzeitig drohen sie mit der Einschaltung von Inkassobüros „So ein Verhalten ist nicht nur ärgerlich für die betroffenen Verbraucher, sondern auch für die seriösen Partne

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Nissan und Fahrräder im Innern

16. November 2014

Der Nissan Qashqai hat Klasse. Über zwei Millionen Nissan Qashqai wurden seit 2007 weltweit verkauft. Ein Universalwagen.

Bis auf die Zuladung von Fahrrädern – im Innern wohlgemerkt. Da haben Opel Astra und Dacia Duster auf den ersten Blick die Nase vorn. Oder man verstellt alle Fahrradkomponenten dermaßen (Sattelrohr rausnehmen, Lenkerstange ganz runterschieben) , dass es schon an Montage grenzt und mehr als die kritischen 10 Minuten dauert. Also nicht nur Vorderrad raus und dann ins bewährte Radfazz-System einklinken.

Die lösung: Radfazz bietet als eine Zusatzoption eine Verlängerungsschiene für den Nissan Qashqai an. Die sollte man extra für den Nissan Qashqai bestellen.

Überraschend anders

Die Motorisierung des Qashqai ist vielfältig. Selbst die 115 PS des 1,2-Liter Basismotors  genügten im Test, um das etwa 1,4 Tonnen schwere SUV optimal zu bewegen.

Als Alternative bleibt ja noch eine Anhängekupplung und den bewährten Fahrradträger, etwa von Thule, für die Fahrräder zu nutzen.

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Den Ruhestand richtig planen

16. November 2014

Auch bei Beamten und Angestellten im öffentlichen Dienst tut sie sich auf: Die Versorgungslücke. In dem neuen Ratgeber Pension und Rente im öffentlichen Dienst zeigt die Stiftung Warentest, wie man bei Pension, Rente und Zusatzrente nichts verschenkt und zusätzlich vorsorgen kann, damit man im Ruhestand keine Abstriche machen muss.

Auch Staatsdiener müssen finanziell für ihr Alter vorsorgen. Angestellte im öffentlichen Dienst beziehen zwar neben der gesetzlichen Rente noch eine Zusatzrente, doch diese bröckelt immer mehr. Selbst die um ihre Pension beneideten Beamten müssen finanzielle Einschnitte hinnehmen. Eine rechtzeitige und geschickte Altersvorsorge ist daher auch für Beschäftigte im öffentlichen Dienst nötig.

Der Ratgeber „Pension und Rente im öffentlichen Dienst“ erklärt, wie eine optimale Renten-/Pensionsplanung für Angestellte und Pensionäre aussieht, wie man einen früheren Ruhestand organisiert und später in der Auszahlungsphase Sozialabgaben und Steuern sparen kann.

Der Autor rs des RatgebWerner Siepe ewar selbst Beamter und berät Beschäftigte im öffentlichen Dienst zu Pensions- und Rentenfragen. Er hat bereits mehrere erfolgreiche Bücher für die Stiftung Warentest geschrieben.

Der Ratgeber „Pension und Rente im öffentlichen Dienst“ hat 208 Seiten und ist ab dem 11. November 2014 zum Preis von 19,90 Euro im Handel erhältlich oder kann online bestellt werden unter www.test.de/pension-rente.

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